DRM-Digitalradio: Radio Andernach sendet nach Somalia

Sendeantenne in Nauen
Eine von fünf Sendeantennen in Nauen. Hierbei handelt es sich um eine weltweit einmalige Konstruktion aus Zeiten des DDR-Rundfunks.

Über den traditionsreichen Senderstandort Nauen, nördlich von Berlin, sendet die Bundeswehr von nun an ihr Radioprogramm Radio Andernach auf Kurzwelle. Zu empfangen ist dieses Programm am frühen Nachmittag gegen 14.00 Uhr deutscher Zeit auf der Frequenz 5995 kHz.

Tatsächlich hören können diese Ausstrahlung jedoch nur die Soldaten, die auf der Fregatte „Niedersachsen“ ihren Dienst tun: Da weder Regierung noch Bund in Deutschland als Rundfunkveranstalter auftreten dürfen, wird Radio Andernach in verschlüsselter Form im Digitalstandard DRM (Digital Radio Mondiale) ausgestrahlt. Wer ein entsprechendes DRM-Gerät bestitzt, kann aufgrund der Verschlüsselung lediglich den Sendernamen sehen, Ton wird nicht wiedergegeben.

Als Zusatz wird ein frei empfangbarer Nachrichtendienst mittels des Journaline-Systems übertragen. PC-basierte Softwareempfänger können diesen Dienst anzeigen, der in einer Kooperation mit dem Deutschlandradio bereitgestellt wird (s. Grafik unten).Continue Reading

Stimme Russlands: Keine analogen Kurzwellen mehr aus Moskau für Deutschland, nur 693 kHz verbleibt

Bereits im vergangenen Oktober wurde bekannt: Die Stimme Russlands steht vor massiven Kürzungen. Nach einem Tipp des Medienjournalisten Kai Ludwig im Kurzwellenforum „DXLD“ ist nun klar: Der russische Auslandsrundfunk wird analog ausschließlich auf die Mittelwelle 693 kHz vom Standort Zehlendorf bei Oranienburg, nördlich von Berlin, setzen. Continue Reading

Deutschlandradio: Sendemast in Berlin-Britz wird abgerissen

Wird abgerissen: Mittelwellen-Sendemast in Britz

Radioenthusiasten beobachteten seit einigen Tagen die Abschaltung der Mittelwellenfrequenz 855 kHz im Raum Berlin. Bereits seit Anfang der 2000-er Jahre nutzte das Deutschlandradio diese Frequenz zur Übertragung von Sendungen im digitalen Modus DRM, seit 2005 regelmäßig. Ausgestrahlt wurde zunächst der Deutschlandfunk zusammen mit Sondersendungen im Rahmen von „Dokumente & Debatten“, später das digitale Wissenradio „DRadio Wissen“.

In den Morgenstunden des 19.9.2012 endeten nach Angaben des Deutschlandradios nun die Ausstrahlungen auf dieser Frequenz. Eine Wiederinbetriebnahme wird nicht durchgeführt, da der 146 Meter hohe Sendemast im Oktober diesen Jahres abgerissen werden wird.

Aufgrund dieses Abrisses wird auch die Frequenz 990 kHz (Deutschlandradio Kultur, analoger Betrieb) zwischenzeitlich abgeschaltet. Ein genaues Abrissdatum steht noch nicht fest.Continue Reading

Adieu, Kvitsøy!

Vor zwei Tagen wurden die 125 Meter hohen Kurzwellen-Sendemasten des Senders Kvitsøy gesprengt. Seit Ende November 2011 gab es keine Ausstrahlungen mehr von diesem Standort des norwegischen Senderbetreibers Norkring. Zuletzt war der Sender nur noch für wenige Ausstrahlungen im digitalen DRM-Modus im Einsatz, beispielsweise für Radio Rumänien International oder den Polnischen Rundfunk, die über das britische WRN vermittelt wurden. In den kommenden Tagen soll auch der verbleibende Mittelwellenmast der einst gut in Mitteleuropa empfangbaren 1314 kHz gesprengt werden. Die Tageszeitung „Aftenposten“ bietet auf ihrer Webseite ein kurzes Video über die Sprengung.

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