RADIOdienst POLSKA: Neues Auslandsradio aus Polen

Screenshot www.radiodienst.pl
Screenshot www.radiodienst.pl

Dass hinter einem Auslandsradio nicht immer eine große, staatliche oder öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaftstehen muss, beweist nun das neue Portal RADIOdienst POLSKA. Gegründet wurde das neue Multimediaprojekt von ehemaligen Mitarbeitern des öffentlich-rechtlichen Senders Polskie Radio, der im vergangenen Jahr seine deutschsprachigen Sendungen eingestellt hat.

Einige bekannte Stimmen sind nun auf radiodienst.pl wieder zu hören. Mehrfach pro Woche werden Berichte in Textform angeboten, immer zum Wochenende entsteht eine ca. 30-minütige Radiosendung, in der die Themen der Woche behandelt und besprochen werden. Der Fokus liegt, wie auch schon beim „offiziellen“ Auslandsdienst des polnischen Rundfunks, auf Berichten aus und über Polen, immer wieder auch mit Bezügen zu Deutschland.

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Seewetterbericht auf Kurzwelle: DP07 startet Sendebetrieb

Sendeantenne in Kall-Krekel. Foto: shortwaveservice.com
Sendeantenne in Kall-Krekel. Foto: shortwaveservice.com

Für Segler auf Nord- und Ostsee sind Seewetterberichte im Radio ein beliebtes Hilfsmittel auf hoher See. Üblicherweise wurde dieser Service vom Norddeutschen Rundfunk und dem Deutschlandradio angeboten und auf Lang- und Mittelwelle ausgestrahlt. Mit der Einstellung der Langwellensendungen von Deutschlandradio Kultur und den Mittelwellenübertragungen des NDR verblieb jedoch einzig eine Mittelwellen-Frequenz des Deutschlandfunk, die zum Jahresende voraussichtlich ebenfalls abgeschaltet wird. Berichten der Fachzeitschrift YACHT oder den Kieler Nachrichten zufolge besteht jedoch weiterhin ein Interesse an Seewetterberichten auf einem analogen Übertragungsweg.Weiterlesen

Deutscher Wetterdienst will neue KW-Sendungen starten

Die Sendemasten in Pinneberg strahlen demnächst den Seewetterbericht aus.
Sendemasten in Pinneberg

Nach dem der Norddeutsche Rundfunk die Ausstrahlung seines Seewetterberichtes auf Mittelwelle beendet hat, will der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Kurzwellenanlage in Pinneberg bei Hamburg aufrüsten. Über die Sendestation werden bereits Wetterdaten für die Seeschifffahrt im Fernschreibverfahren (RTTY), als Wetterfax und nach dem NAVTEX-Standard auf Kurz- und Langwelle übertragen. Nun könnten Wetterberichte im 49-Meter-Kurzwellenband folgen, die auch mit herkömmlichen Radios gehört werden können – so wie beim Seewetterbericht vom NDR oder dem Deutschlandfunk – nur, dass diese Aussendungen künftig auf Kurzwelle stattfinden sollen.

Seewetterbericht drei mal täglich

Wie der DWD bestätigte, wird derzeit darüber beraten, ob die vorhandenen Antennen in Pinneberg geeignet sind, um Nord- und Ostsee abzudecken. Weitere technische Anschaffungen sind nach DWD-Informationen nicht nötig. Generell befänden sich die Planungen noch in einem frühen Stadium. Bei der Bundesnetzagentur sind jedoch schon folgende Frequenzen registriert:

0600-0630 Uhr UTC: 6040 kHz
1200-1230 Uhr UTC: 6040 kHz
2000-2030 Uhr UTC: 5905 kHz

Ob der in anderen Publikationen kommunizierte Starttermin von Testsendungen am 01.04.2015 eingehalten werden kann ist unklar, heißt es. Man geht von einem späteren Sendebeginn aus, so die Seeschifffahrtsbetreuung in Hamburg. Zwar würden Wetterdaten auch per NAVTEX in Schriftform gesendet, für Planungen sind Vorhersagezeitraum und Vorhersagegebiet sei das nicht ausreichend, so der DWD.

Skurrilerweise wäre damit das Seewetter des DWD die einzige regelmäßige Kurzwellensendung rundfunkähnlicher Art mit offiziellem Charakter aus Deutschland, nachdem die Deutsche Welle ihre Kurzwellensendungen auf Deutsch und über Sendeanlagen im eigenen Land überhaupt vor einigen Jahren eingestellt hatte.

Update 24.8.2015: Bisher sind keine Radiosendungen des DWD gestartet.

Weiterführende Informationen
Offizielle Homepage DWD Pinneberg

NDR: „Gruß an Bord“ auch 2014 wieder auf Kurzwelle

Sendeantenne in Nauen
Eine der Sendeantennen in Nauen bei Berlin

Seit Weihnachten 1953 bildet die NDR-Radiosendung „Gruß an Bord“ eine Brücke zwischen den Seeleuten auf den Meeren und ihren Angehörigen in Deutschland: Seeleute schicken Grüße in die Heimat, ihre Familien haben die Möglichkeit, ihren Lieben auf hoher See ein frohes Fest und ein gutes, neues Jahr zu wünschen. Damit die Besatzungen die Traditionssendung auch in fernen Häfen auf den Weltmeeren empfangen können, hat der NDR eigens für Heiligabend zusätzlich Kurzwellen-Frequenzen beim Sendernetzbetreiber „Media Broadcast“ angemietet. Zum Einsatz kommen, nach Angaben der Senderlisten von Eike Bierwirth unter eibispace.de die Sendestationen Nauen nahe Berlin, Issoudun in Zentralfrankreich und Moosbrunn in Österreich. Mittels Richtantennen werden diese Sendungen auf unterschiedlichen Frequenzen in die gewünschten Zielgebiete ausgestrahlt.

In der Zeit von 19.05-21.00 Uhr UTC (20.05-22.00 Uhr MEZ) sendet der NDR am 24. Dezember über folgende Frequenzen:

6125 kHz in Richtung Nordatlantik (via Nauen)
9685 kHz in Richtung Indischer Ozean-West (via Nauen)
9925 kHz in Richtung Atlantik / Indischer Ozean (Südafrika, via Issoudun)
11650 kHz in Richtung Atlantik-Süd (via Issoudun)
11800 kHz in Richtung Indischer Ozean-Ost (via Moosbrunn)

In der Zeit von 21.05-23.00 Uhr UTC (22.05-24.00 Uhr MEZ) am 24. Dezember über folgende Frequenzen:

6040 kHz in Richtung Nordatlantik (via Nauen)
9515 kHz in Richtung Indischer Ozean-West (via Nauen)
9765 kHz in Richtung Indischer Ozean-Ost (via Moosbrunn)
9880 kHz in Richtung Atlantik-Süd (via Moosbrunn)
9925 kHz in Richtung Atlantik / Indischer Ozean (Südafrika, via Issoudun)

Der NDR sendet Teil 1 von „Gruß an Bord“auf der Kurzwelle von 19.05-21.00 Uhr UTC, anschließend folgt von 21.05-22.00 Uhr UTC die Übertragung einer evangelischen Christmette aus der St. Nicolai-Kirche in Hamburg. Bis hierhin ist das Weihnachtsprogramm zeitgleich auch auf allen anderen Frequenzen von NDR Info zu hören, etwa den zahlreichen UKW-Frequenzen. Danach gibt es den zweiten Teil der Sendung „Gruß an Bord“, der üblicherweise in Ostfriesland zusammengestellt wird. Dieser Teil der Sendung ist ausschließlich auf Kurzwelle sowie den Verbreitungswegen von „NDR Info Spezial“ zu hören, also DAB+, Webradio, Satellit Astra und Mittelwelle (702 kHz, 792 kHz, 828 kHz, 972 kHz). Die Mittelwellensender sollen jedoch nach NDR-Angaben am 13. Januar 2015 abgeschaltet werden.

Quelle: Pressemitteilung des NDR, ergänzt durch weitere Informationen.