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Während das mobile Satellitenradio in den Vereinigten Staaten noch fröhlich vor sich hin dudeln darf, ist für die Satelliten AfriStar und AsiaStar in den nächsten Wochen Sendeschluss. Betreiberfirma Worldspace, schwer in finanzieller Schieflage, darf seine beiden Satelliten in den sogenannten Friedhofsorbit senden, wie ein Gericht in Delaware entschied. Damit endet die Geschichte  des mobil nutzbaren Worldspace-Satellitensystems, welches auch in Europa empfangbar war.

Nachdem das Programmangebot in Europa aufgrund erster finanzieller Probleme und Tests für ein neues, auch im Auto verwendbares System, drastisch heruntergefahren wurde, beendete Worldspace auch in Indien sein relativ beliebtes Programmangebot.

Worldspace war zunächst für die ärmeren Staaten Afrikas gedacht, die durch Satellitenradio kostengünstig mit Radioprogrammen hätten versorgt werden könnten. Nachdem die meisten afrikanischen Stationen ihre Ausstrahlung via Satellit aber einstellten, versuchte Worldspace in wohlhabenderen Staaten Kunden für das Pay-Radio-Angebot zu gewinnen. Die Empfangsgeräte waren ab ca. 100 Euro zu erhalten, blieben aber meist in den Regalen der Versandzentren liegen. An finanziellen Schwierigkeiten scheiterte dann auch der letzte Versuch, Worldspace in Europa zu etablieren. Das mobile Pay-Satellitenradio kam nicht über Testsendungen hinaus, obwohl sich namenhafte Hersteller wie Fiat an der Entwicklung beteiligten. Worldspace hielt hierzu Sendelizenzen für Deutschland, Italien und die Schweiz inne, um den Satellitenempfang mit Bodenstationen zu unterstützen und somit den Empfang an allen Orten zu gewährleisten. Derzeit laufen wieder Versuche anderer Unternehmen, durch ein ähnliches Empfangssystem auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen.

Worldspaces Nachbar Intelsat wird die Satelliten demnächst dem Friedhofsorbit zuführen.

In Mitteleuropa sind aktuell auf dem West-Beam des AfriStar-Satelliten folgende Kanäle empfangbar:

  •  301: NPR (National Public Radio)
  •  302: BBC-WLRD (BBC World Service)
  •  305: WRN 1 (Englisch)
  •  327: WRN 2 (Deutsch / Französisch)
  •  329: RFI 1 (Radio France Internationale)
  •  612: Esperanc (Radio Espérance)
  •  750: ALC (African Learning Channel)
  •  928: Codierter Datenkanal
  •  933: Edutest (Daten)
  •  935: Omnisat (Daten)
  • 2030: Codierter Datenkanal

Empfangsgebiet von Afristar und Asiastar

Orange und lila: AfriStar. Grün: AsiaStar

 

“Vous écoutez RFI Musique” – Seit einem Monat ist diese Ansage nun auf dem Satellitenkanal von Radio France Internationale zu hören, der eigentlich das deutsche Programm aus Paris übertragen sollte. Doch die Belegschaft des französischen Auslandsradios befindet sich seit Wochen im Streik, begeht heute am 11. Juli 2009 den 31. Streiktag. Mehrmals entschieden sich Gewerkschaft und Mitarbeiter zur Verlängerung des Streiks, die Reaktion der Chefetage des Senders: keine. Der Sendeplatz des deutschen Programms wurde von RFI kurzfristig mit einem MusikprogrammProteste gegen die Sparpläne von RFI. Quelle: http://www.bnnnews.it/lettrede.asp http://rfiriposte.wordpress.com/ belegt, man sieht sich nicht in der Lage, die üblichen drei Magazinsendungen zu produzieren. Grund für die Arbeitsniederlegungen sind Sparpläne. Sie sehen die Streichung von 206 Arbeitsplätzen sowie mehreren Sprachredaktionen vor. Unter diesen bedrohten Redaktionen befindet sich auf die deutsche, die bereits mehrmals den Rotstift der RFI-Führung zu spüren bekam. Die beschloss die Auflösung des deutschen Programms bereits mehrmals, zögerte sie jedoch immer wieder hinaus. Nun soll aber endgültig Schluss sein, die ersten Arbeitsverträge sind bereits ausgelaufen. Begründet wird dieser Schritt mit dem Fall der Berliner Mauer, schließlich seien die Bürger der ehemaligen DDR inzwischen nicht mehr auf unabhängige Medien angewiesen. Trotz zahlreicher Proteste, u.A. durch Klaus Wowereit, die den Sender sogar in die Schlagzeilen deutscher Medien beförderten, hält man an den Sparplänen fest. Berlins Regierender Bürgermeister meinte u.A.: “Die Schließung der Redaktion würde…den Eindruck erwecken, als sei der deutschsprachige Raum für Frankreich nicht mehr interessant. Schließlich hat sich die deutschsprachige Redaktion…zu einer wichtigen Plattform unserer partnerschaftlichen Beziehungen entwickelt.”

Vor kurzem wandte sich die deutsche Redaktion mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an Nicolas Sarkozy. Darin heißt es, dass durch eine Schließung der deutschen Redaktion “…die aktuellste und umfangreichste Plattform für Radio- und Webberichterstattung aus und über Frankreich in deutscher Sprache” abgeschafft werden würde. Überdies sei die Berliner Mauer niemals eine Daseinsberechtigung für das deutsche RFI-Programm gewesen. Die Grundlage bilde der 1963 unterzeichnete Elysée-Vertrag. “Das Einverständnis, die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich sind keine bloße Wahl, sie sind eine Pflicht. (…) Wir müssen die Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern wie einen Schatz bewahren. Es ist vielleicht der wertvollste Schatz, der wichtigste für Europa.” meinte Frankreichs Staatspräsident vor kurzem. Diese Aussage steht im krassen Gegensatz zur Meinung der RFI-Intendanz. Beachtlich jedoch: Es war Nicolas Sarkozy, der noch vor einigen Monaten die Abschaffung aller Fremdsprachen beim französischen Auslandsfunk forderte.

Einziges Lebenszeichen der deutschen Redaktion ist derzeit die deutsche Abteilung der Homepage www.rfi.fr, die weiterhin aktualisiert wird.

Bildquellen und weitere Informationen: http://www.bnnnews.it/lettrede.asp http://rfiriposte.wordpress.com/2009/06/10/on-parle-de-nous-2/

Der 12. Juni 2009 ist ein wichtiges Datum für alle Bürger des Iran: Präsidentenwahl. Um die Iraner mit Informationen und Hintergründen zu den Kandidaten und den Rahmenbedingungen dieses Ereignisses zu informieren setzt die Stimme Amerikas nicht mehr nur auf Radiosendungen via Kurz- und Mittelwelle oder das Internet, sondern verstärkt auf Satellitenrundfunk.

Satellitenschüsseln der Stimme Amerikas. Foto: VoA

Satellitenschüsseln der Stimme Amerikas. Foto: VoA

Das “Persian News Network”, kurz PNN, ist ab sofort zusätzlich auf den Satelliten Arabsat Badr-4 und Eutelsat HotBird zu sehen und zu hören. Letzterer Satellit kann auch in Mitteleuropa auf der Position 13° Ost empfangen werden. Die Aufschaltung wird in Washington mit iranischen Störsendern gegen die konventionellen Verbreitungswege begründet. Satellitenrundfunk sei im Iran zwar offiziell verboten, werde aber -sogar in abgeschiedenen Ortschaften- zur Information und Unterhaltung eingesetzt. Erste Reaktionen seien bereits positiv, berichtet die VoA in einer Pressemitteilung.

Für Alex Belinda, den Direktor des PNN, ist der Iran eine “der wichtigesten Nationen, für die wir senden. Unsere Aufgabe ist die Verbreitung von objektiven und ausgewogenen Informationen, sodass sich jeder seine eigene Meinung über die Wahl bilden kann”. In täglich sieben Stunden Fernsehen und fünf Sendestunden Hörfunk bringt der US-Amerikanische Auslandsdienst Berichte über den Wahlkampf von vier Präsidentschaftskandidaten. Nach Angaben der Voice of America schaltet schon jetzt einer unter vier Iranern eine Sendung des PNN pro Woche ein. Zusätzlich zur terrestrischen Verbreitung und zur Satellitensendung sind die Programme im Internet abrufbar. Die Adresse lautet http://www.voanews.com/persian/.