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Die Deutsche Partnerabteilung des Missionswerkes „HCJB global“ wird weiter von Quito/Ecuador aus auf Sendung gehen. Trotz anderslautender Berichte und Gerüchte wollen die Verantwortlichen versuchen, dafür neben anderen Medien auch die Kurwelle weiter zu benutzen. Geplant ist, ab 1. Oktober 2009 Zeit bei anderen Sendestellen zu mieten,  damit das Programm weiter über Kurzwelle in Europa und Südamerika zu hören ist. Wie die MissionsleitungBlick auf Quito vom Antennenberg Pichincha aus. Foto: S. Schaa von „HCJB global“ mit Sitz in Colorado Springs/USA inzwischen offiziell mitteilte, wird der Sendebetrieb für Kurzwelle von Pifo/Ecuador aus Ende September endgültig eingestellt werden. Dieser für alle Beteiligten schmerzhafte Schritt ist notwendig geworden, weil das Antennenfeld in Pifo in der Einflugschneise des neuen Flughafens von Ecuadors Hauptstadt Quito liegt. Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren von „HCJB global“ mit der Betreibergesellschaft Quiport eine Vereinbarung zum Abbau sämtlicher Antennen und Sendeanlagenanlagen in Pifo getroffen. Andernfalls hätte sich „HCJB global“ bei einem Unglücksfall immensen Schadensersatzforderungen ausgesetzt gesehen. Die ersten Testflüge am neuen Flughafen sollen bereits im Frühjahr 2010 stattfinden.

Die ehemals komplett unter der Regie von „HCJB global“ stehende Deutsche Abteilung hat auf die Veränderungen mit einem mutigen Schritt reagiert. Seit Juni dieses Jahres arbeiten die deutschen Radiomacher in neuen Räumen in Quito als eigenständiger Verein „Vozandes Media“. Man steht jedoch weiter in Partnerschaft mit „HCJB global“. Der neue Verein „Vozandes Media“ wiederum arbeitet unter der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Radio HCJB in Deutschland. Wichtigstes Ziel der Verantwortlichen ist es nun, schnellstmöglich den Fortbestand der Kurzwelle zu sichern. Besonders hoch schätzt man dabei das zukünftige Potenzial in der digitalen Kurzwelle (DRM) ein, die ebenfalls genutzt werden soll. Davon könnte in Zukunft nicht nur der deutsche Dienst, sondern weitere Radiopartner von „HCJB global“ profitieren. Menschen in Europa und Südamerika sollen durch Kurzwelle und andere Medien wie Internet, Satellit etc. das Evangelium von Jesus Christus hören und in ihrem Glauben gestärkt werden. Diese Arbeit wird, wie in den vergangenen Jahrzehnten, weiterhin ausschließlich durch Spenden finanziert. Dies alles ist ein gewaltiger Glaubensschritt, zumal nun noch mehr als früher Sendezeit zugekauft werden muss. Aus diesem Grund hofft das deutsche Team darauf, dass die Kurzwellenfreunde und alle HCJB-Hörer diese Bemühungen unterstützen.

In deutscher Sprache sendet HCJB direkt aus Pifo derzeit für Nord- und Südamerika zu folgenden Zeiten: Um 02.30 UTC auf 9780 kHz sowie um 23.00 UTC auf 12040 kHz. Für Europa wird eine Sendung via Wertachtal (Deutschland) um 17.30 UTC auf 6015 kHz ausgestrahlt. Digital wird auf 15280 kHz um 21.00 Uhr UTC mit 4 kW gesendet. Alle analogen Sendungen haben eine Sendeleistung von 100 kW.

Weitere Informationen unter www.hcjb.de. Foto: Blick auf Quito vom Antennenberg Pichincha. Foto: Stephan Schaa

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Der älteste Missionssender der Welt verabschiedet sich von einer der bekanntesten Sendeanlagen weltweit: Radio HCJB Quito darf seine Station in Pifo nur noch bis zum 01.04.2010 nutzen. Der beeindruckende Antennenpark von einst 31 Antennen ist in den letzten Monaten schon drastisch geschrumpft: Zahlreiche Anlagen wurden bereits demontiert, darunter auch die bekannte Steerable-Antenna in Form eines Schaumschlägers, die jahrelang auch das deutsche Programm der “Stimme der Anden” in einwandfreier Qualität nach Europa sendete.
Der Grund für den Abbau ist einfach und einleuchtend: Quitos neuer Großflughafen soll im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen, die Antennenfarm befindet sich genau in der Einflugschneuse. Aktuell werden aus Pifo fast ausschließlich nur noch Programme für Nord- und Südamerika ausgestrahlt. Eine Ausnahme bildet eine tägliche,

Der Pichincha ist der Antennenberg Quitos. Foto: Stephan Schaa

Der Pichincha ist der Antennenberg Quitos. Foto: Stephan Schaa

zweistündige Sendung im digitalen Modus DRM Richtung Europa. Sie wird von DRM-Enthusiasten regelmäßig beobachtet, angesichts von nur 4 kW Sendeleistung mit teilweise erstaunlichen Empfangsresultaten. Die Sendung besteht aus einem spanischen, einem deutschen und einem Programmblock in Mennoniten-Plattdeutsch.

Mitte März werden viele Anlagen in Pifo bereits verschrottet sein, sofern sie keinen anderen Abnehmer gefunden haben. Die Steerable-Antenna beispielsweise konnte an den Schwestersender “HCJB Australia” abgegeben werden. Andere Bestandteile der Anlage, darunter Sendemasten, Parabolantennen mit mehreren Metern Durchmesser und ein 500kW-Großsender von 1981 aus eigener Produktion werden voraussichtlich dem Altmetall zugefügt.
Da der Empfang von Programmen auf Kurzwelle in Südamerika weiterhin recht populär ist, denken die Ingenieure von Radio HCJB derzeit darüber nach, einige wenige Kurzwellensender auf den Antennenberg Quitos umzusetzen, den Pichincha. Hier befinden sich bereits zahlreiche Sender, Empfangsstationen und Reflektoranlagen verschiedener Unternehmen. Auch die Andenstimme hat hier einen Platz gefunden. Wann und ob überhaupt die Kurzwellenverbreitung von dem 4794m hohen Berg aufgenommen werden kann, ist noch unklar. Ebenfalls in Betracht gezogen wird die Anmietung bei weiteren Relaisstationen in Südamerika. So wurden vor wenigen Wochen einige Kapazitäten bei der Sendestation Calera de Tango in Chile frei. Bereits jetzt werden einige Sendungen für Europa bei Sendern in Europa (z.B. Issoudun, Frankreich) durchgeführt.

In deutscher Sprache sendet HCJB direkt aus Pifo derzeit für Nord- und Südamerika zu folgenden Zeiten: Um 02.30 UTC auf 9780 kHz sowie um 23.00 UTC auf 12040 kHz. Für Europa wird eine Sendung via Frankreich um 17.30 UTC auf 6015 kHz ausgestrahlt. Digital wird auf 15280 kHz um 21.00 Uhr UTC mit 4 kW gesendet. Alle analogen Sendungen haben eine Sendeleistung von 100 kW.

Weitere Informationen unter http://www.hcjb.de.