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Will den Messebesuchern das DRM-System schmackhaft machen: Ruxandra Obreja (Foto: DRM Project Office)

Will den Messebesuchern das DRM-System schmackhaft machen: Ruxandra Obreja von DRM (Foto: DRM Project Office)

 

Was auf den gefühlt letzten zweihundert Internationalen Funkausstellungen permanent gepredigt wurde, scheint nun in trockenen Tüchern zu sein: Digital Radio Mondiale wird offizieller Sendestandard in Indien und Russland. 

Die Pressemitteilungen des Londoner DRM-Projektbüros lesen sich so euphorisch wie lange nicht mehr: 200 Millionen US$ seien nun für den staalichen Rundfunksender “All India Radio” (AIR) vorgesehen, damit der sein Sendernetz auf den Digitalstandard aufrüsten und somit 70% des Landes mit digitaler Tonqualität erreichen könne. Konkret heißt das: Über 40 DRM-fähige Sender sollen installiert werden, nachdem bereits einige wenige dieser Sender im Lande sind. Im Plan enthalten scheint aber auch eine Modernisierung der Fernsehstationen Indiens und eine generelle Überholung des Radionetzwerks. Das ist sinnvoll und das wird jeder bestätigen der einmal ein Radioprogramm von AIR gehört hat. Welche Mittel genau für die DRM-Aufrüstung vorgesehen sind und wann die ersten dieser Stationen on Air gehen sollen, verschweigt das Radiokonsortium leider. 

Der zweite Kandidat ist Russland. Die Stimme Russlands ist seit Jahren Mitglied des DRM-Konsortiums und sendet genausolange schon von einigen seiner Sendestationen in DRM. Taldom bei Moskau, Irkutsk, Kaliningrad und Komsomolsk Amur im äußersten Osten des Riesenreiches sind die vier gegenwärtig eingesetzten Stationen. Alle strahlen das Programm der russischen Auslandsstimme aus, hauptsächlich nach Europa und für einige wenige Stunden in den fernen Osten und nach Indien. Ein wenig ausgedünnt wurden die Sendepläne der “Voice of Russia” aber schon. Hier zeige sich die globale Finanzkrise, munkelt man aus Moskau. Gleichzeitig blicke man aber optimistisch in die Zukunft: So strahle seit zwei Jahren testweise die Station in Krasnodar ein Programm des privaten Senders “Vesti FM” aus und versorge damit die Olympiastadt Sochi und Umgebung. Zu den Winterspielen 2014 könne man dann die Veranstaltungen dort radiophon begleiten. Die Stimme Russlands aber wolle nicht einzelne Städte, sondern neue Horizonte mit DRM erreichen. Ein DRM-Verantwortlicher des Senders sagte in einem Interview, man wolle möglichst schnell auch Lateinamerika und die arabischen Staaten in digitaler Modulation erreichen. Außerdem hätten einige russische Radiohersteller bereits Pläne zum DRM-Radiobau und wenn alles so laufe wie  man sich das vorstelle, könne man dann 2015 auf DRM umsteigen. 

Ein erster massentauglicher DRM-Receiver aus Moskau wurde übrigens auf der Funkausstellung in Berlin 2007 vorgestellt. Der basierte jedoch auf einem Modul des Herstellers Radioscape. Selbiger beendete jedoch die Produktion genannten Moduls, woraufhin die russischen Radiomacher ihre Pläne ändern mussten. Ein zweites Gerät, ein Autoradio, bei dem wohl Inneres und nicht Ästhetisches zählen soll, möchte gerne in diesem Sommer auf den Markt geworfen werden. Ob das klappt, weiß man nicht. 

So geht TV via DRM: "Diveemo", ex: DrTV. Quelle: Thomson

 

Das Pressebulletin schließt mit einer Neuigkeit von der Bewegtbildfront. Das Fernsehsystem, was via DRM funktionieren soll und bereits im Oktober 2009 als “DrTV” vorgestellt wurde, heißt jetzt “Diveemo”. Gesehen in freier Natur hat es noch niemand, einzig auf verschiedenen Messen soll es vorgestellt worden sein. In der Software-/ Receiverabteilung hat sich noch nichts geändert, der “Di-Wave 100″, der inzwischen auf dem Markt ist, kann wohl mit viel Mühe für Diveemo umgerüstet werden, wie ein Beweis… äh… foto im DRM-Newsletter zeigt. 

Und dann wäre da noch die Neuigkeit, dass das DRM-Konsortium sich wieder eine neue Webseite gönnt. In den nächsten Tagen soll sie, mit allen Socialmediaschikanen ausgestattet, die alte Seite unter www.drm.org ergänzen. 

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DRM-Newsletter: http://www.drm.org/index.php?id=365  

Stimme Russlands will mehr DRM: http://english.ruvr.ru/2010/04/01/5905343.html  

DRM-Autoradio aus Russland: http://web.mac.com/petersenger/pfs_dr/Auto_Radio.html  

Fernsehen trifft Kurzwelle: DrTV: http://www.dxaktuell.de/?p=383

Die Deutsche Partnerabteilung des Missionswerkes „HCJB global“ wird weiter von Quito/Ecuador aus auf Sendung gehen. Trotz anderslautender Berichte und Gerüchte wollen die Verantwortlichen versuchen, dafür neben anderen Medien auch die Kurwelle weiter zu benutzen. Geplant ist, ab 1. Oktober 2009 Zeit bei anderen Sendestellen zu mieten,  damit das Programm weiter über Kurzwelle in Europa und Südamerika zu hören ist. Wie die MissionsleitungBlick auf Quito vom Antennenberg Pichincha aus. Foto: S. Schaa von „HCJB global“ mit Sitz in Colorado Springs/USA inzwischen offiziell mitteilte, wird der Sendebetrieb für Kurzwelle von Pifo/Ecuador aus Ende September endgültig eingestellt werden. Dieser für alle Beteiligten schmerzhafte Schritt ist notwendig geworden, weil das Antennenfeld in Pifo in der Einflugschneise des neuen Flughafens von Ecuadors Hauptstadt Quito liegt. Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren von „HCJB global“ mit der Betreibergesellschaft Quiport eine Vereinbarung zum Abbau sämtlicher Antennen und Sendeanlagenanlagen in Pifo getroffen. Andernfalls hätte sich „HCJB global“ bei einem Unglücksfall immensen Schadensersatzforderungen ausgesetzt gesehen. Die ersten Testflüge am neuen Flughafen sollen bereits im Frühjahr 2010 stattfinden.

Die ehemals komplett unter der Regie von „HCJB global“ stehende Deutsche Abteilung hat auf die Veränderungen mit einem mutigen Schritt reagiert. Seit Juni dieses Jahres arbeiten die deutschen Radiomacher in neuen Räumen in Quito als eigenständiger Verein „Vozandes Media“. Man steht jedoch weiter in Partnerschaft mit „HCJB global“. Der neue Verein „Vozandes Media“ wiederum arbeitet unter der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Radio HCJB in Deutschland. Wichtigstes Ziel der Verantwortlichen ist es nun, schnellstmöglich den Fortbestand der Kurzwelle zu sichern. Besonders hoch schätzt man dabei das zukünftige Potenzial in der digitalen Kurzwelle (DRM) ein, die ebenfalls genutzt werden soll. Davon könnte in Zukunft nicht nur der deutsche Dienst, sondern weitere Radiopartner von „HCJB global“ profitieren. Menschen in Europa und Südamerika sollen durch Kurzwelle und andere Medien wie Internet, Satellit etc. das Evangelium von Jesus Christus hören und in ihrem Glauben gestärkt werden. Diese Arbeit wird, wie in den vergangenen Jahrzehnten, weiterhin ausschließlich durch Spenden finanziert. Dies alles ist ein gewaltiger Glaubensschritt, zumal nun noch mehr als früher Sendezeit zugekauft werden muss. Aus diesem Grund hofft das deutsche Team darauf, dass die Kurzwellenfreunde und alle HCJB-Hörer diese Bemühungen unterstützen.

In deutscher Sprache sendet HCJB direkt aus Pifo derzeit für Nord- und Südamerika zu folgenden Zeiten: Um 02.30 UTC auf 9780 kHz sowie um 23.00 UTC auf 12040 kHz. Für Europa wird eine Sendung via Wertachtal (Deutschland) um 17.30 UTC auf 6015 kHz ausgestrahlt. Digital wird auf 15280 kHz um 21.00 Uhr UTC mit 4 kW gesendet. Alle analogen Sendungen haben eine Sendeleistung von 100 kW.

Weitere Informationen unter www.hcjb.de. Foto: Blick auf Quito vom Antennenberg Pichincha. Foto: Stephan Schaa

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Regelmäßig finden Konferenzen zur Planung der neuen Kurzwellensendepläne für das kommende Halbjahr statt. Die nächste Konferenz wird in Punta Cana (Dominikanische Republik) stattfinden. Anlässlich dieser Veranstaltung, zu der die Vertreter der großen internationalen Rundfunksender eingeladen sind, wird es verschiedene Sondersendungen im digitalen DRM-Modus geben.

Der niederlänische Auslandsdienst “Radio Netherlands” wird die DRM-Sender auf der Antilleninsel Bonaire reaktivieren und auf 9710 kHz am Donnerstag und Freitag (20. und 21. August 2009) zwischen 1700 und 2100 UTC senden. Die Sendeleistung wird 120 kW betragen. Aus Santiago, Chile sendet “CVC La Voz” am Freitag, den 21.08. von 1700-2200 UTC auf 17640 kHz. Darüberhinaus sind Sendungen von TDF aus Französisch Guyana vom 18.-21.08.09 auf 17870 kHz und eventuell einer weiteren Station zu erwarten.

Eine kleine Besonderheit wird der Sendestart eines kleinen Regionalsenders in der von Touristen gern heimgesuchten Republik darstellen. “Radio Descubrimento” plant von der Ostküste des Landes (Dreams Punta Cana Resort) mit nur 100 Watt auf 4730 kHz zu senden. Zunächst in herkömmlicher analoger Modulation (AM), außerdem im Einseitenband (SSB) und schließlich auch WinDRM, einer Weiterentwicklung des DRM-Standards, die von Amateurfunkern genutzt wird. Um diese Sendung hören zu können, müssen die Hörer die Software “WinDRM” installiert haben, die dann den Ton dekodiert.

Darüberhinaus wurden dieser Tage mehrere neue DRM-Sendungen beobachtet. Von ca. 2205-2305 UTC sendet auf 9530 kHz mit 200 kW der Sender Nauen in DRM. Die erste halbe Stunde wird von der Sendung “Echo des Tages” (WDR 5 / NDR Info) gefüllt. Darauf folgt ein Journaline-Datendienst mit der Kennung “WAZ Nachrichten”. Dekodiert werden kann dieser Sender und der Datendienst mit den gängigen Softwares DREAM, dem DRM Software Radio oder der Software des Digital World Travellers. Außerdem wäre ein Empfang mit dem Gerät “Di-Wave 100″ der Firma “Uniwave” möglich, der Erscheinungstermin des Empfängers wurde inzwischen allerdings auf August/September verschoben. Eine weitere Ausstrahlung können Kurzwellenfans auf 9405 kHz von 0100-0400 UTC beobachten. Hierbei handelt es sich um einen Test der Voice of America mit 8 kW aus Greenville (Westküste der USA), der in Zusammenarbeit mit Radio HCJB (bekannt u.A. aus Ecuador) durchgeführt wird. Gesendet wird neben einem Audioprogramm auch eine kurze Diashow. Regelmäßige Tests sind seit einigen Tagen on Air und auch in Europa zu empfangen, wie in der DXLD-Mailingliste berichtet wird. Folgender Plan kommt zum Einsatz: 0000-0400 UTC 9405 kHz, 2000-2200 UTC 15475 kHz

http://www.drmrx.org/forum – Forum mit Empfangsergebnissen. http://n1su.com/windrm/download.html – Download der WinDRM-Software. http://sourceforge.net/projects/drm/ - Download von DREAM. Foto: Jens Jäpel, Wikipedia CC Lizenz

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Das Sendesystem “Digital Radio Mondiale” beschränkt sich nicht nur auf die Frequenzbereiche der Lang-, Mittel- und Kurzwellen sondern kann auch auf UKW eingesetzt werden. Verwendet wird hier die modifizierte Version unter dem Namen “DRM+”. DRM+ wurde bisher in Hannover und Kaiserslautern getestet. Nun fand der weltweit dritte Test in Paris statt. Am vergangenen Donnerstag wurde vom Senderstandort Tour Pleyel auf 64.5 MHz ein Signal in diesem neuen Standard ausgestrahlt. In 10 Kilometer Entfernung, im Hauptsitz der französischen Regulierungsbehörde für

Tour Pleyel

Tour Pleyel

Medien CSA, befand sich die Empfangsstation. Trotz der niedrigen Sendeleitung von 400 Watt sei die Signalstärke “gut” gewesen, wie das internationale DRM-Konsortium in einer Pressemitteilung erwähnt. DRM+ sei damit die perfekte Lösung für Rundfunksender, die nicht die Möglichkeit haben, sich einem überregionelen Multiplex anzuschließen. Diesen Sendern sei so der Weg frei für Ausstrahlungen in digitalem (5.1-)Sound und eventuell mit zusätzlichen Datendiensten. Die Bitraten von DRM+ liegen beim AAC+-Codec über 100 kbps. Realisiert wurde die Testsendung durch ein Team aus Kaiserslautern. Frankreich entschied sich bereits vor einigen Monaten für die digitalen Systeme DMB-Radio (basierend auf dem DAB-Standard) und Digital Radio Mondiale. Per Gesetz soll die Digitalradio-Verbreitung nun gefördert werden, neue Fahrzeuge sollen mit DMB-tauglichen Empfangsgeräten ausgerüstet sein. Auf die Ausschreibung für mehrere DMB-Multiplexe reagierten duzende Hörfunkveranstalter.  Auch die Vereinigung französischer Privatradios sprach sich für eine rasche Verbreitung des digitalen Hörfunks aus und forderte die Implemention von DRMplus-Empfangsteilen in neue Radios.

Währenddessen gerät der herkömmliche DRM-Standard für Lang-, Mittel- und Kurzwelle ins Straucheln. RTL Radio aus Luxemburg schränke seine Ausstrahlung auf Kurzwelle 6095 kHz und MW 1440 kHz massiv ein und sendet nun nur noch wenige Stunden täglich. Weiterhin planen zwar mehrere Sendeanstalten die Aufnahme von DRM-Sendungen (teilweise auf experimenteller Basis), inwiefern diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden, bleibt jedoch fraglich.

Der älteste Missionssender der Welt verabschiedet sich von einer der bekanntesten Sendeanlagen weltweit: Radio HCJB Quito darf seine Station in Pifo nur noch bis zum 01.04.2010 nutzen. Der beeindruckende Antennenpark von einst 31 Antennen ist in den letzten Monaten schon drastisch geschrumpft: Zahlreiche Anlagen wurden bereits demontiert, darunter auch die bekannte Steerable-Antenna in Form eines Schaumschlägers, die jahrelang auch das deutsche Programm der “Stimme der Anden” in einwandfreier Qualität nach Europa sendete.
Der Grund für den Abbau ist einfach und einleuchtend: Quitos neuer Großflughafen soll im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen, die Antennenfarm befindet sich genau in der Einflugschneuse. Aktuell werden aus Pifo fast ausschließlich nur noch Programme für Nord- und Südamerika ausgestrahlt. Eine Ausnahme bildet eine tägliche,

Der Pichincha ist der Antennenberg Quitos. Foto: Stephan Schaa

Der Pichincha ist der Antennenberg Quitos. Foto: Stephan Schaa

zweistündige Sendung im digitalen Modus DRM Richtung Europa. Sie wird von DRM-Enthusiasten regelmäßig beobachtet, angesichts von nur 4 kW Sendeleistung mit teilweise erstaunlichen Empfangsresultaten. Die Sendung besteht aus einem spanischen, einem deutschen und einem Programmblock in Mennoniten-Plattdeutsch.

Mitte März werden viele Anlagen in Pifo bereits verschrottet sein, sofern sie keinen anderen Abnehmer gefunden haben. Die Steerable-Antenna beispielsweise konnte an den Schwestersender “HCJB Australia” abgegeben werden. Andere Bestandteile der Anlage, darunter Sendemasten, Parabolantennen mit mehreren Metern Durchmesser und ein 500kW-Großsender von 1981 aus eigener Produktion werden voraussichtlich dem Altmetall zugefügt.
Da der Empfang von Programmen auf Kurzwelle in Südamerika weiterhin recht populär ist, denken die Ingenieure von Radio HCJB derzeit darüber nach, einige wenige Kurzwellensender auf den Antennenberg Quitos umzusetzen, den Pichincha. Hier befinden sich bereits zahlreiche Sender, Empfangsstationen und Reflektoranlagen verschiedener Unternehmen. Auch die Andenstimme hat hier einen Platz gefunden. Wann und ob überhaupt die Kurzwellenverbreitung von dem 4794m hohen Berg aufgenommen werden kann, ist noch unklar. Ebenfalls in Betracht gezogen wird die Anmietung bei weiteren Relaisstationen in Südamerika. So wurden vor wenigen Wochen einige Kapazitäten bei der Sendestation Calera de Tango in Chile frei. Bereits jetzt werden einige Sendungen für Europa bei Sendern in Europa (z.B. Issoudun, Frankreich) durchgeführt.

In deutscher Sprache sendet HCJB direkt aus Pifo derzeit für Nord- und Südamerika zu folgenden Zeiten: Um 02.30 UTC auf 9780 kHz sowie um 23.00 UTC auf 12040 kHz. Für Europa wird eine Sendung via Frankreich um 17.30 UTC auf 6015 kHz ausgestrahlt. Digital wird auf 15280 kHz um 21.00 Uhr UTC mit 4 kW gesendet. Alle analogen Sendungen haben eine Sendeleistung von 100 kW.

Weitere Informationen unter http://www.hcjb.de.