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Die Vorbereitungen für das bundesweite Programmpaket, das über ein Sendernetz der Media Broadcast GmbH ausgestrahlt werden soll, kommen ins Stocken. Neun Radiosender sollen in diesem Paket, einem sogenannten Multiplex, im neuen Digitalradiostandard DAB+ verbreitet werden. Mit dem Sendernetzbetreiber konnten bisher aber noch nicht alle Punkte geklärt werden, wie das Onlineportal Teltarif.de berichtet. So gebe es noch offene Fragen in puncto Marketing, Risikoverteilung und besonders bezüglich der Verbreitungskosten. Die würden nach Angaben der Media Broadcast rund 484.000 Euro pro Jahr betragen (und später auf fast 2 Millionen Euro ansteigen mit größerem Sendenetz), für jeden der neun privaten Radiosender bzw. Telemediendienste und die öffentlich-rechtlichen Deutschlandradios.
Beworben haben sich unter anderem der ERF-Evangeliumsrundfunk, das österreichische LoungeFM, die Regiocast Radioholding mit ihren Programmen 90elf, Remix Radio und litra, ein neues Programm unter dem Arbeitstitel “Rauschgold”, Radio Disney, sowie NRJ und die drei Programme des Deutschlandradios plus einen Datendienst der Media Broadcast GmbH. Sie sollen ab 2011 zunächst über 35 Sendeanlagen in ganz Deutschland ausgestrahlt werden, wie aus einem Dokument des Betreibers hervorgeht.
Die Verhandlungen über die Vertragsdetails wurden am 22. Juli 2010 ohne Ergebnis beendet, der von den Landesmedienanstalten festgesetzte Termin zur Vorlage des Schriftstücks mussten die Beteiligen vertreichen lassen. Das Magazin Teltarif.de spricht dennoch von guten Vorzeichen: Als neuer Termin sei nun der 5. August 2010 festgesetzt und die Verhandlungen seien auf einem guten Weg, denn es seien schließlich nur noch Personen an der Diskussion beteiligt, die “es mit einem Neustart des digital-terrestrischen Radios in Deutschland auch ernst meinen”, wird ein Diskussionsteilnehmer zitiert.
Na denn kann ja nichts mehr schiefgehen. Oder?
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Weiterführende Links:
- Sendernetzbetreiber http://www.mediabroadcast.de
- Quelle: Teltarif: http://www.teltarif.de/dab-digital-radio/news/39529.html (26.07.2010 19:00)
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So sieht der Fahrplan aus, die die ZAK (Komission für Zulassung und Aufsicht) heute veröffentlichte. Für das bundesweite DABplus-Paket, was in allen deutschen Bundesländern 2011 starten soll, sind somit noch folgende Bewerber im Rennen:
- die Entspannungsradio GmbH i.Gr. mit ihrem Programm “LoungeFM”, das bereits in Österreich auf UKW und DVB-H on Air ist. Außerdem wird es im Internet unter http://www.loungefm.at verbreitet.
- ERF Medien e.V. mit dem Programm “ERF Radio”, das bereits auf Mittelwelle, lokal auf UKW und im Kabel sowie via Satellit und im Internet unter http://www.erf.de zu hören ist.
- die Media Broadcast GmbH, die mit bisher nicht näher beschriebenen “Telemediendiensten” auf Sendung gehen möchte. Hierbei könnte es sich um zusätzliche Multimedia- oder Audioangebote handeln.
- “Die Neue Welle” mit ihrem bisher unbekannten Programm “Radio Rauschgold”.
- das Hörfunkprogramm Energy, das bereits in zahlreichen Gebieten auf UKW und im Internet unter http://www.energy.de zu empfangen ist.
- die Regiocast Digital GmbH mit ihren Hörfunkprogrammen 90elf – Fußballradio (bereits in Sachsen auf DAB, in Berlin auf DVB-T und im Internet unter http://www.90elf.de zu empfangen), dem bisher unbekannten “RemiX Radio” und dem Kanal “litera”, von dem ebenfalls noch nicht genaueres bekannt ist. Zusätzlich soll ein EPG/Datenkanal sowie ein TPEG-Angebot realisiert werden.
- The Walt Disney Company mit ihrem neuen Programm “Radio Disney”.
Nicht mehr im Rennen ist “United Christian Broadcasters” sowie der Verlag der Süddeutschen Zeitung, der ein eigenes Radioprogramm verbreiten wollte.
Bis zum 22. Juli 2010 müssen die Radiosender nun einen Vertrag mit dem Sendernetzbetreiber Media Broadcast vorlegen, um am weiteren Verfahren teilnehmen zu können. Außerdem müssen sich die Veranstalter der Programme untereinander über die zu verwendeten Kapazitäten einigen. Geschieht dies nicht, wird die ZAK am 8. September eine Entscheidung fällen.
Quelle: http://www.satnews.de/mlesen.php?id=82d37a490163ed9703a4ca5a0cc31c07
Besitzer eines DAB-Digitalradios in Deutschland kamen in den letzten Monaten eher nicht auf ihre Kosten, nun wird der Sendersuchlauf aber wieder spannend, was der Rescan ergibt ist jetzt in der Zeit des Jahreswechsels ungewiss. 
Der Oranienburger Oldiesender “OldieStar Radio” ist für seine Experimentierfreudigkeit bekannt: Erst kürzlich beendete man in Zusammenarbeit mit der Stimme Russlands einen DRM-Testbetrieb auf der Mittelwelle 1575 kHz, sendet über einen Berliner Senderstandort der Media Broadcast GmbH seine Schlager auf der digitalen Frequenz 1485 kHz, strahlt via DVB-T und DVB-S, UKW und krallte sich vor einigen Wochen die Frequenz 603 kHz. Auf ihr wird nun täglich vom Standort Zehlendorf, nördlich von Berlin, mit 20 analogen Kilowatt gesendet. Eine überraschende Neuigkeit stellt nun die Aufschaltung im DAB-Netz Berlin-Brandenburgs auf Kanal 12D mit 192 kbps (MP2) dar. Bis vor wenigen Tagen sendeten dort ausschließlich Deutschlandradio Kultur und der Deutschlandfunk, nachdem auch die Stimme Russlands Anfang Herbst ihre Ausstrahlungen an dieser Stelle beendete. OldieStar-Geschäftsführer Oliver Dunk kündigte in einem Internetforum an, dass die Ausstrahlung seines Programms auf DVB-S (Astra 19,2° Ost) und DVB-T-Radio (Berlin, Kanal 59) zum Jahresende eingestellt werden würden. OldieStar setzt Priroritäten und die erscheinen wunderlich, aber irgendwie sympathisch.
Stichwort Deutschlandradio: Am 18. Januar 2010 wird es soweit sein: Das neue bundesweite Hörfunkprogramm “DRadio Wissen” geht an den Start. DRadio Wissen wird neben dem immer wiederkehrenden, zweistündigen Tagesschema (genannt “Mein Tag”, darin u.A. “Die Welt in 100 Sekunden”, “Natur”, “Medien”) auch Abends und Nachts Übernahmen von anderen Kultur- und Inforadios der ARD enthalten. So werden Sendungen von NDR Info, SWR Cont.Ra oder auch der Deutschen Welle bundesweit hörbar sein. Hinzu kommt auch die sogenannte “Redaktionskonferenz”, in der Radiomacher und -hörer miteinander kommunizieren und diskutieren sollen. “Hirn will Arbeit” – Der Slogan des Wissensradios. Das Hirn bekommt die Arbeit allerdings nur via digitalem Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-C) und Internetlivestream. Wurde Anfang 2009 noch eine möglichst bundesweite Ausstrahlung im digitalen Radio DAB forciert, so scheint man sich, so wurde es in mehreren gedrukten Programmheften kommuniziert, zum Jahresende von diesem Sendesystem komplett zu verabschieden – wäre da nicht eine kurze Pressemitteilung der “Hessen Digital Radio”. So teilt der Sendernetzbetreiber Hessens mit, dass sechs Standorte seines ohnehin schon reduzierten Sendernetzes den Betrieb quittieren werden, auch in Hinblick auf die angedachte Neustrukturierung des digitalen Radios in Deutschland. Zwei Standorte (Frankfurt am Main mit 1 kW Sendeleistung und der Große Feldberg mit 500 kW, beide gerichtet) sollen aber auch weiterhin die DAB-Versorgung im Rhein-Main-Gebiet auf Kanal 12C aufrechterhalten. Und ein kleiner Nebensatz überrascht, solle doch das neue Programm “DRadio Wissen” das bestehende Programmangebot 2010 ergänzen. Unter “bestehendem Programmangebot” versteht man in Hessens DAB-Wortschatz genau zwei andere Hörfunkkanäle, nämlich den Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur. Schenkt man der Ankündigung aus Frankfurt Glauben, so wird das Deutschlandradio also keinesfalls von der DAB-Bildfläche in Deutschland verschwinden. Ob auch andere Bundesländer weiterhin mit den DRadios auf DAB versorgt werden werden, ist unklar. ![]()
Würde das Deutschlandradio seine Drohungen aber doch war machen, so würde dies das Aus für verschiedene DAB-Netzwerke bedeuten. Thüringen und Sachsen ständen DAB-Technisch auf der Kippe, der MDR wolle sein Sonderprogramm “MDR Klassik” nicht alleine in den beiden landesweiten DAB-Bouquets dümpeln lassen, da schalte man lieber ganz ab, munkelt es. In Sachsen-Anhalt wolle man aber ganz bestimmt weitermachen, dort sei ja mit vier Privatradios, einem Verkehrsservice und zwei DABplus-Tests noch einiges an Leben im Block. Aprops Sachsen: Noch bis Donnerstag hat der geneigte Radiofreund die Chance, auf Kanal 11A in Leipzig im Testensemble verschiedenen MDR-Programmen in DAB und DAB+, Rockland in DAB+ sowie dem privaten Fußballradio 90elf in DMB-Radio zuzuhören. Der Testbetrieb war begrenzt, wird wohl nicht verlängert und ist am 31.12. zu Ende.
2010 soll das Jahr für DAB+ werden, was eigentlich schon 2009 hätte werden sollen. Einen “Big Bang” gab es nicht, das bundesweite Ensemble besteht weiterhin nur auf dem Papier und die Senderstandorte sind mehr oder weniger schlau einzig in einigen dösigen PDF-Dokumenten festgelegt. Ob es im kommenden Jahr was wird, steht in den Sternen. Immerhin: Eine bundesweite Ausschreibung soll im Laufe des Januars erscheinen. Wer sich bewirbt? Ob sich wer bewirbt? Niemand weiß es. Und wer ein teures DAB-Radio im Schrank stehen hat, der denkt besser auch gar nicht darüber nach.
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Ein Neustart des terrestrischen, digitalen Hörfunks in Deutschland rückt in ferne Zukunft. Bei ihrer Sitzung am 15.07.2009 entschied sich die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarf der Rundfunkanstalten (KEF) für eine weitere Sperrung der Mittel, mit denen gerade diese Vision verwirklicht werden sollte. “Die Mittel für die vorliegenden Projektanträge der ARD und des Deutschlandradios zum digitalen Hörfunks werden nicht freigegeben, weil

wesentliche Teile der von ihr mit den Rundfunkanstalten abgestimmten Kriterien nicht erfüllt sind und damit die Wirtschaftlichkeit der Projekte nicht nachgewiesen werden konnte”, heißt es nüchtern in einer heute erschienenen Pressemitteilung. Ausschlaggebend für diese Entscheidung der KEF war unter anderem die Entscheidung der VPRT, die Pläne der öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht zu unterstützen, da sie keine Zukunft in einem bundesweiten Netz aus DABplus-Sendern sähe. Hinter der Abkürzung “VPRT” verbirgt sich der größte deutsche Verband von privaten Rundfunkanstalten.
Unzufrieden war die KEF nach weiteren Informationen aber auch mit den vorgelegten Plänen der ARD. So seien die Angaben über besondere, digitale Programmangebote, Zusatzdienste sowie einen möglichen UKW-Ausstieg unzureichend gewesen. Die KEF hätte in der laufenden Gebührenperiode für den digitalen Hörfunk 30 Millionen Euro für die ARD und 12 Millionen Euro für das Deutschlandradio freigegeben. Später wären dann zusätzlich 300 Millionen geflossen. Einsparungen im gesamten Rundfunkkomplex hättten sich durch eine UKW-Abschaltung ergeben. Das Deutschlandradio peilte 2020 für einen Analogausstieg an, letztendlich konnte man sich aber nicht auf einen Termin einigen.
Da der DAB-Netzausbau zunächst nur in den Ballungsräumen erfolgen sollte, hätte sich für die zwei Deutschlandradios kein wirklicher Mehrwert durch DAB+ ergeben. Schließlich hätte man so auch nicht mehr Hörer als auf UKW erreichen können. Auch wenn diese Mittel nach KEF-Angaben nicht “gestrichen” sondern nur weiterhin gesperrt wären und für Projekte zur Radiodigitalisierung weiterhin zur Verfügung ständen, scheint die Zukunft des digitalen Hörfunks in Deutschland nicht gerade rosig. Was nun?
Die Pressemitteilungen der KEF sind auf der Homepage von Bayern Digital Radio zu finden: http://www.bayerndigitalradio.de/news-details/kef-weder-freigabe-noch-streichung-der-mittel/. Stand 16.07.2009.
Ergänzung: Auf http://www.bayerndigitalradio.de/ sind inzwischen die ersten Reaktionen zu finden. Deutschlandradio und die Landesmedienanstalt des Saarlandes reagieren mit Unverständnis auf die KEF-Entscheidung und fordern die Freigabe der Mittel für die Digitalisierung auf anderen Wegen.
Seit April hat Dr. Willi Steul das Ruder des nationalen Rundfunks Deutschlandradio in den Händen. Der neue Intendant steuert mit seinen Sendern in eine digitale Zukunft, wie er im Interview mit dem “Meinungsbarometer digitaler Rundfunk” verrät.
Dr. Willi Steul. Quelle: ©Deutschlandradio-Bettina Fürst-Fastré
Bereits im kommenden Jahr soll das Deutschlandradio mit seinen Programmen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur in den 16 Landeshauptstädten über das neue Digitalradio zu hören sein. Drei Jahre später schon sollen 70% des Landes per DAB+ terrestrisch Radio hören können und das dank hohen Sendeleistungen auch innerhalb von Gebäuden.
Zwar sei die Qualität der digitalen Übertragungswege DVB-S, Kabelradio und Internet schon sehr hoch, jedoch seien diese Angebote mobil gar nicht, oder nur eingeschränkt nutzbar, so Steul. Eine Abhilfe soll DAB+ bieten. Dank “europaweit abgestimmten Empfängerprofilen” müsse dann auch im europäischen Ausland nicht auf hochwertigen Klanggenuss verzichtet werden. Die Chancen für den neue digitalen Hörfunk seien mit dem neuen Übertragungsstandard DAB+ also sehr gut. DAB+ basiert auf dem Audiocodec AAC+ und wird derzeit in mehreren deutschen Städten getestet sowie auf Malta, in Australien, in Italien und in der Schweiz im Regelbetrieb eingesetzt. Weitere Nationen wie Schweden setzen auf DAB+, andere Staaten wie Frankreich planen die Einführung von DMB-Radio, ein weiterer Standard aus der DAB-Familie, der auch mit einigen DAB+-Radios wiedergegeben werden kann.
Steul fordert eine gute Signalabdeckung in den Zielgebieten: “(…) Für eine lückenhafte Digitalradio-Versorgung wird sich kein Hörer zu einem Umstieg bewegen lassen”. Gehen Steuls Pläne auf, so müsse er sich keine Sorgen mehr um viele UKW-Frequenzen machen, da einige Sendelizenzen bereits 2015 auslaufen. Derzeit besteht das UKW-Netz des nationalen Hörfunks aus vielen kleinen und leistungsschwachen Sendern, sodass besonders beim mobilen Empfang oft Empfangsstörungen eintreten. Doch auch in Sachen Programmvielfalt wird DAB+ interessant: Vor wenigen Tagen nahm das Deutschlandradio eine wichtige Hürde zum Start des neuen, volldigitalen Programms “Deutschlandradio Wissen”. Dies berichtet die Onlineausgabe der Zeitschrift “Infosat”. Dieser Sender soll ausschließlich auf digitalen Wegen verbreitet werden und sich auch an ein jüngeres Publikum richten. Ob DRadio Wissen ebenfalls per DAB+ gesendet werden wird, ist derzeit noch unklar.
Weitere Informationen unter www.dradio.de und http://www.dr-m.info/Meinungsbarometer/download/Meinungsbarometer_Mai2009.pdf. (02.06.2009)