Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einem Sender einen Empfangsbericht. Diese Berichte helfen den Technikern, den Empfang der Programme in den gewünschten Zielgebieten zu optimieren. Als Dank für die Berichte verschicken die meisten Sender QSL-Karten. Aber was ist das überhaupt?
Die Buchstaben QSL stammen aus der “Funkersprache” und bedeuten “Ihr Empfangsbericht war korrekt!”. Hier sehen Sie eine QSL-Karte des tschechischen Rundfunks “Radio Prag”.
Diese QSL-Karten sind nicht nur eine schöne Bestätigung dafür, dass man einen Sender empfangen hat, einige Hörerklubs belohnen fleißige Sammler, die z.B. Karten von Stationen aus 50 Ländern der Erde vorzeigen können, mit einem Diplom.
Man sollte beim QSL-Karten-Sammeln beachten, dass einige Stationen leider gar keine Empfangsberichte bestätigen. Dies kann an der finanziellen Situation des Senders liegen oder schlicht daran, dass sich die Mitarbeiter mit Empfangsberichten nicht auskennen oder kein Interesse an ihnen haben. Letztendlich kann man das Verschicken dieser kleinen “Schätze” nur als “nette Geste” der Station betrachten, es besteht seitens der Station keine Pflicht dazu. Das Verschicken der QSLs kann manchmal nur wenige Tage nach Erhalt des Berichtes geschehen, manchmal müssen Kurzwellenhörer mehrere Jahre auf eine bestimmte Karte warten, was das Sammeln besonders spannend macht.
Einige Sendeanstalten haben keine QSL-Karten vorbereitet. Wenn der Bericht korrekt ist, kann man dafür aber schöne Ansichtskarten mit der gewünschten Bestätigung oder einen QSL-Brief erhalten. Beim QSL-Sammeln kann man auch auf so manche Besonderheit hoffen, wie z.B. Sonder-QSLs zu bestimmten Anlässen (Jubiläen, Sonderprogramme usw.).
Überdies gibt es auch Karten, in denen der Kurzwellenhörer selbst seine Empfangsdetails eintragen kann, der Sender braucht diese dann nur abzustempeln. Diese nennen sich PPCs und sind z.B. bei Hörerklubs erhältlich.
In der Regel gibt es übrigens nur für den Empfang auf Kurz-, Mittel-, Lang- und Ultrakurzwelle (sowie DAB, DRM, DVB-T und Analog TV) Empfangsbestätigungen. Gelegentlich werden auch QSLs für Empfänge via Internet oder Satellit ausgestellt.
Eine QSL-Karte (Vorder- und Rückseite) von China Radio International
mit der chinesischen Mauer. (Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung durch CRI Beijing.)
Ein Brief von Radio HCJB aus Quito in Ecuador. Auch Briefmarkensammler kommen auf ihre Kosten.



