Archiv für Oktober 2009
Nein, wahre Vielfalt ist das nicht, was sich dem Webradiohörer aus dem ostafrikanischen Gabun im virtuellen Äther bietet. Und das bisschen, was den Weg via Weltnetz doch noch zu uns findet, kommt eigentlich gar nicht vom schwarzen Kontinent, sondern über einen Streaming-Server aus Paris.
Gabun – seit 1960 unabhängig von Frankreich, hatte in seinem Bestehen bisher nur zwei Präsidenten. Der erste regierte vierzig Jahre und machte den kleinen Staat an der Ostküste Afrikas zu einer Art Oase der politischen Stabilität, während andere Länder der Region in Bürgerkriegen und Krisen versanken. Relativ ruhig war es in Gabun – und eine private Hörfunkstation machte sich international einen guten Namen mit ihren Radiosendungen: 24 Jahre nach der Unabhängigkeit entschied sich 1974 jener eingangs erwähnter Dauerpräsident, eine Kurzwellensendestation in Gabun zu errichten. 1981 war es dann soweit: “Radio Africa n°1″ ging auf Sendung. Produziert wurde in der Hauptstadt Libreville, gesendet auf den internationalen Kurzwellenbändern aus dem 600 Kilometer südlich gelegenen Moyabi. Auch andere Sendeanstalten entdeckten die afrikanische Großsendeanlage für ihre Programme und so dauerte es nicht lange, bis auch Radio Japan oder Radio France Internationale von hier aus für Afrika oder Europa sendeten. Ein Teil der Sendeanstalt gehörte dem Staat, den Rest teilten sich französische Gesellschaften.
Grundsätzlich hat sich an dieser Situation bis heute nichts geändert. Gut, das Land hat inzwischen ein neues Staatsoberhaupt und die Sendeanlagen in Moyabi ächzen ein wenig nach ihrem unermüdlichen Einsatz im tropischen Klima. Wer wäre da nicht erschöpft. Weiterhin nutzen Auslandsdienste das Sendezentrum, Africa n°1 wird inzwischen nicht nur auf Kurzwelle gehört. In vielen Städten über den ganzen Kontinent verteilt besitzt die n°1 UKW-Frequenzen, z.B. in Bamako, Brazzaville, Dakar, Ouagadougou und selbstverstänldich auch in Libreville. Auch in Paris und für drei Satellitenpositionen konnte man inzwischen entsprechende Sendelizenzen ergattern.
Das Programm ist mit einem für Privatsender erstaunlich hohen Wortanteil ausgestattet, so lädt um 16.00 Uhr UTC die Diskussionsrunde “Le débat” zur gepflegten verbalen Auseinandersetzung zu aktuellen Themen, die Afrika bewegen und interessieren. Moderiert wird übrigens in französisch, Amtssprache Gabuns, die ein Großteil der Bevölkerung gar nicht beherrscht. Kaum sprachliche Barrieren bieten dafür Musikformate wie “Kilimandjaro” um 18.10 Uhr UTC oder “Africa song” um 20.10 Uhr UTC. Alles ist einigermaßen professionell produziert, wird brav von Werbeblöcken für Pay-TV oder Mobilfunkunternehmen unterbrochen und mit gut gemachten Jingles angereichert. Mit letzteren meint man es aber ab und zu etwas zu gut und streut sie auch ungeniert während der eigentlich recht interessanten Musik hinein – das ist nicht schön, sondern nervt. Radio Africa n°1 streamt mit stabilen 32 kbps in MP3 und ist somit mit den meisten IP-Radios problemlos unter folgender URL zu empfangen: http://213.251.129.44:8000/a1. Die Senderhomepage http://www.africa1.com informiert über das Programm und bietet für alle Technikfreaks auch einen Einblick in die Sendestation (unter “La Radio”, “Couverture”, oben “En Ondes Courtes”).
Übrigens, der staatliche Rundfunk lässt sich leider gar nicht im Internet blicken, konnte sich einzig zu einer E-Mailadresse durchringen. Somit bleibt dieses Programm weiterhin den Kurzwellenhörern vorbehalten.
Foto der Maske von “cliff1066″ via Flickr, veröffentlicht unter cc-by-2.0.
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Es naht heute die Zeitumstellung, zurück von der Sommerzeit auf die Normalzeit, die Mitteleuropäische Zeit. Mit dem Wechsel, heute am 25. Oktober 2009 werden auch die Sendepläne der internationalen Programmanbieter in die Wintersendeperiode B09 überführt, das bringt die eine oder andere Frequenzänderung mitsich. Neue Frequenzen, Sendezeiten oder Auf- bzw. Abschaltungen nachfolgend, sie werden in den nächsten Tagen regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Für alle Angaben gilt dann wieder UTC-Zeit plus 1 Stunde = MEZ.
Der koreanische Auslandsdienst KBS World Radio aus Seoul kehrt im Winterhalbjahr in das Großherzugtum Luxemburg zurück, jedoch erst ab 1. November: Auf der Mittelwelle 1440 kHz vom Standort Marnach wird jedoch ausschließlich das englische Programm ausgestrahlt, und zwar von 00.00-01.00 Uhr UTC in analoger Modulation. Das deutsche Programm wird erstmals auch im digitalen Modus DRM ausgestrahlt. Verwendet wird hierzu der Sender Junglinster mit seiner Frequenz 6095 kHz um 09.00-09.30 UTC. Ob das Rahmenprogramm RTL Radio nun auch wieder länger ausgestrahlt wird, ist aber noch nicht bekannt. Zum Empfang ist jedenfalls ein DRM-Radio von Nöten. Weiterhin ist das deutsche Programm natürlich analog über einen Sender der VT Communications in Großbritannien zu hören, und zwar um 20.00-21.00 Uhr UTC.
Der flämische Auslandsfunk Belgiens, RVi, wird seine Kurzwellenprogramme nicht fortführen. Radio Vlaanderen Internationaal ist ab dem 25. Oktober also ausschließlich im Internet empfangbar.
Seinen traditionellen Verbreitungswegen treu bleibt allerdings Radio Ukraine International. Aus Kiew werden folgende Frequenzen eingesetzt: 18.00 – 19.00 UTC: 7510 kHz, 21.00 – 22.00 UTC: 5830 kHz sowie 00.00 – 01.00 UTC: 5830 kHz. Zusätzlich kann das Programm im Internet bei www.Radio700.info, www.nrcu.gov.ua und via Satellit Sirius gehört werden.
Aus Warschau, Polen, kommt auch im Winter das beliebte Programm von Polskie Radio, dem Auslandsdienst des polnischen Rundfunks. Die halbstündige Ausgabe in deutscher Sprache kommt um 12.30 UTC auf 9470 kHz und 9850, um 16.30 UTC auf 6100 kHz sowie schließlich um 20.30 UTC auf 3975 kHz (diese Frequenz digital, DRM) und 6050 kHz. Eingesetzt werden von nun an nicht mehr die Relaisstationen von Media Broadcast in Deutschland, sondern von VT in Großbritannien.
Auch der heutige Webradiotipp zeichnet sich durch exotik und eine ungemein melodische Sprache aus. Es geht erneut nach Mittelamerika und wie schon so oft auf eine Insel: Hartelijk welkom, Willkommen auf den niederländischen Antillen! 2010 wird ein besonderes Jahr in der Geschichte der 960 km² großen Inseln, denn die Niederländischen Antillen werden aufgelöst. Das ist nicht etwa dem allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels zu verdanken, sondern einer Reihe von niederländischen und antillianischen Politikern. Die beiden Inseln Curaçao und St. Maarten sollen ab dem nächsten Jahr je als ein autonomer Staat dem Land von Windmühlen, Tulpen und Gouda angehören. Bonaire, Saba und St. Eustatius erhalten einen besonderen Status als Gemeinde innerhalb Hollands. Den gemeinen Radiofan interessiert das jedoch weniger, daher noch die obligatorischen Fakten in brav mit Punkten beendeten Sätzen hintereinandergereiht: 218.125 Einwohner. Hauptstadt ist Willemstad. Amtssprachen sind Niederländisch, Papiamentu und Englisch. Hab ich alles von Wikipedia, hat man kaum gemerkt, oder? 
Bonaire, wie gesagt eine Insel der Antillen. Der Kurzwellenfreak ist natürlich sofort an die Großsendeanlage dort des niederländischen Auslandsdienst erinnert. Von hier aus senden verschiedene Programmanbieter ihre Sendungen für den amerikanischen Doppelkontinent. Radio, das auch auf den Antillen produziert wird, hört man hier in Europa jedoch ausschließlich per Webstream. Und da streamen gleich eine Reihe von Sendern ihre Programme ins weltweite Computernetzwerk und machen sie jedem verfügbar, der ihre Stream-URLs auftreibt.
Paradise FM von der Hauptinsel lässt sich durch nichts die gute Laune vermiesen, kein Trübsal, nur Stimmung und mal softe, mal etwas temperamentvollere Klänge. Daruntergemischt werden eigentlich unglaublich sympatische, aber auch irgendwie ekelhaft zutrauliche, anbiedernde Moderatoren. In ihr lupenreines Niederländisch mischen sich plötzlich südamerikanische Ortsnamen und typische niederländische Jingles, gesungen von grandios ausgebildeten Stimmen, die jedem Gläsereigeschäftsführer den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Werden dann noch Veranstaltungstips mit (tatsächlich wohl ortsüblicher) feurigen Musik unterlegt, so bildet sich dem unvoreingenommenen Hörer ein lächerliches Bild: Ein Strand an der Nordsee, wo durch exotisch bemalte Plastiksonnenschirme und hilflos verteilte, bunt leuchtende alkoholische Getränke mit Papierschirmchen und ungemein temperamentvolle lateinamerikanische Rhythmen irgendwie fremdländisches Urlaubsfeeling aufkommen soll. Selbstverständlich klappt das nicht, dennoch bleibt die eigens aus Hannover angereiste Famile hier und vertilgt die für diesen Ferientag mitgebrachten hartgekochten Eier noch hier am Strand. Die familieneigenen Schwimmnudeln kommen mit dem zweiten PKW, der noch vor Utrecht im Stau steht. Man muss wohl selbst einmal auf diesen drolligen Inseln gewesen sein, um das mittelamerikanische Ambiente mit der holländischen, ja so europäischen Sprache korrekt verbinden zu können. Drollig, diese Inseln.
In der Lokalsprache Papiamentu sendet “Bon FM” auf Bonaire, ein nettes Wortspiel. 48 kbps hat der Stream und wer einen gleichmäßigen Pegel präferriert, der sollte diese Station vielleicht lieber meiden. Der Nachrichtensprecher leise, im Anschluss ein ziemlich lautes Telefoninterview. Dennoch: Der Sender hat etwas uriges, spielt viel Musik aus der Region, in entsprechend ungewöhnlichen Sprachen, Sprachen die eine Mischung aus Portugiesisch, Spanisch, Holländisch und Englisch sind. Jingles erscheinen selbstgemacht, alles macht einen vielleicht etwas holprigen Eindruck, aber die ausführlichen Informationssendungen sind gespickt von O-Tönen sowie Kurzberichten und wirken deshalb informativ. Mangels Sprachkenntnissen konnte das nicht in der Eile überprüft werden. Abgerundet wird dieses Programm durch die Hörerhitparade.
Paradise FM streamt mit 128 kbps auf http://www.gold915.an/, der Sender “Bon FM” verbreitet sein Programm im Internet über seine Seite http://www.bonfm.com. Das Foto zeigt die Südwestküste der Insel Bonaires, man kann auch die Antennenmasten der Sendestation für Kurzwelle erkennen. Erstellt wurde das Foto 2002 von V.C. Vulto und unter ShareAlike 3.0.
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Dass die Digitalisierung des Hörfunks auf Kurz-, Mittel- und Langwelle mithilfe des DRM-Systems (Digital Radio Mondiale) mehr als schleppend abläuft, ist kein Geheimnis. Nach mehreren Jahren im Regelbetrieb ist das Empfängerangebot noch nicht zufriedenstellend und auch die ausgestrahlte Programmpalette lässt durchaus noch einige Wünsche offen.
Dennoch wagt man sich nun mit einem neuen Projekt an die weltweiten Rundfunkbänder: Mit DrTV sollen erstmals digitale Fernsehsignale auf den internationalen Frequenzbändern ausgestrahlt werden. DrTV baut auf dem primär für Radioprogramme entwickelten DRM-System auf und beinhaltet auch die grundlegenden Vorteile, wie Programmguides, automatische Frequenzumschaltung oder die einfache Identifikation per Sendernamen. Darüberhinaus bietet DrTV -sofern gewünscht- mehrere Tonkanäle zu einem Bewegtbildkanal, so könnte ein Video in mehreren Sprachen vertont und auch entsprechend ausgestrahlt werden. Längere Fernsehfilme werden jedoch wohl kaum mittels DrTV ausgestrahlt werden: Wie es in ersten Pressemitteilungen heißt, eigne sich das Verfahren ausschließlich für die Ausstrahlung von Filmmaterial in niedrig aufgelöstem Bildformat, “Mäusekino” lässt grüßen. Dafür, so heißt es weiter in einem Flyer, seien die Signale unabhängig von Satelliten und Kabelnetzen und könnten somit für Auslandsdienste interessant werden, die die “grenzenlosen” Vorteile der Kurzwelle nutzen wollten. Grundsätzlich sollen diese Signale außerdem “Free-To-Air”, also unverschlüsselt ausgesendet werden. Dass DrTV mit 8 Bildern pro Sekunde ausgestrahlt wird, ist bisher noch nicht von offizieller Seite bestätigt, es gibt noch keine weiteren technischen Informationen.
Entwickelt wurde dieses neuartige System von Thomson Broadcast & Multimedia, dem Fraunhofer Institut sowie dem chinesischen Unternehmen New Star Electronics aus Chengdu. Die drei führten auf der IBC-Messe in Amsterdam die erste öffentliche Demonstation durch, ob weitere Tests geplant sind ist noch nicht bekannt. Gegenwärtig gibt es auch noch keine Empfangssoftware oder gar hierfür geeignete Stand-Alone-Receiver.
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Der ORF ist auf Sparkurs. Bereits zum Jahreswechsel wurde die Ausstrahlung auf der Mittelwellenfrequenz 1476 kHz beendet. Nun, so hat ORF-Generaldirektor Wrabetz bekanntgegeben, wird der Kurzwellenausstrahlung über den Senderbetreiber ORS der gar aus gemacht. “Der ORF wird der ORS ab 2010 keine Gebühren mehr für die Ausstrahlung via Moosbrunn überweisen” fasst der ehemalige Mitarbeiter von Radio Österreich International Wolf Harranth in der A-DX-Liste den Sparplan zusammen. Derzeit wird auf Kurzwelle das Programm des Kulturradios Ö1 ausgestrahlt. Die eingesetzten Frequenzen und ein Livestream sind auf der Homepage http://oe1.orf.at/service/international zu finden.
Die Sendestation Moosbrunn wird auch von anderen Kunden angemietet, so strahlt die BBC ihr Gemeinschaftsprogramm mit der Deutschen Welle im digitalen Modus DRM über Moosbrunn aus. Auch die Voice of Vietnam nutzt die Anlage für ihre englische Sendung nach Europa.
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ORF führt Kurzwellenausstrahlung fort: http://www.dxaktuell.de/?p=461
Der ORF hat sich dazu entschieden, seine Kurzwellensendungen in begrenztem Rahmen fortzuführen: http://oe1.orf.at/frequenzen
Am 15. Februar 2007 wurde die regelmäßige Ausstrahlung auf der dänischen Langwellenfrequenz 243 kHz eingestellt. Seit 80 Jahren wurde bis zu diesem Datum von einem Sender in der Stadt Kalundborg das Programm des dänischen Rundfunks Danmarks Radio ausgestrahlt. Im Rahmen eines großangelgten Sparprogramms endeten diese Sendungen vorerst. Zeitgleich wurde auch die Sendezeit auf der Mittelwelle 1062 kHz reduziert, diese überträgt seit diesem Datum nicht mehr das Programm DR P3, sondern ausschließlich Seewetterberichte, nautische Nachrichten, eine Sportsendung sowie gelegentliche Nachrichtenübernahmen von DR P4. Diese, meist halbstündigen, Programmblöcke waren über den gesamten Tag verteilt.
Ende März 2008 waren erneut Aktivitäten auf der Langwelle 243 kHz zu beobachten: Die Betreibergesellschaft der
Station testete das digitale Sendesystem DRM (Digital Radio Mondiale) und reaktivierte die historische Alexanderson-Antennenanlage, die nun seit einem Jahr nicht mehr genutzt wurde. Ausgestrahlt wurde (mit Unterbrechungen) jedoch lediglich ein Pausenzeichen. Die Sendeleistung lag unter einem Kilowatt, dennoch wurde der Sender an mehreren Orten in Deutschland und der Schweiz empfangen. Am 14. Oktober 2009 wurden die DRM-Tests dann vorübergehend beendet und erneut auf analoge Modulation umgestellt: Zunächst testete man mit 50 Kilowatt, später 150 Kilowatt und einem Leerträger, am Folgetag mit den Informationsblöcken parallel zur Mittelwellenfrequenz. Nach Angaben des dänischen Rundfunks sei man aus technischen Gründen nur dazu in der Lage, bis zum Monatsende nur einmal täglich die nautischen Nachrichten auf 1062 kHz auszustrahlen. Die restlichen Programmpunkte seien ausschließlich auf der Langwelle 243 kHz empfangbar. Weitere Hintergründe sind zurzeit noch nicht bekannt. Die Internetseite Mediumwave.Info hält folgenden Sendeplan bereit:
243 kHz 05:35-06:13
05:45-05:51 Wetter
06:00-06:07 Nachrichten (Radioavisen)
1062 kHz 08:25-09:13
08:30-08:40 Gymnastik
08.45-09.00 Wetter
09:00-09:07 Nachrichten (Radioavisen)
243 kHz 11:35-12:36
11:45-12:00 Wetter
12:00-12:30 Nachrichten (Radioavisen)
243 kHz 17:35-18:26
17:45-18:00 Wetter
18:00-18:16 Nautische Nachrichten
Neben der Frequenz ist jeweils die Zeit angegeben, in der der Sender eingeschaltet ist. Die Zeitangaben sind in Lokalzeit, d.h. MESZ.
Weitere Fotos der Anlage sind unter http://de.wikipedia.org/wiki/Radiosender_Kalundborg zu finden. Das hier gezeigte Bild zeigt die 118m hohen Langwellenmasten (nach Alexanderson). Es wurde unter einer CC-Lizenz von Søren Wedel Nielsen veröffentlicht.
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Zeit für den Wochenendwebradiotipp. Und es geht in einen Staat, in dem der Brüllaffe heimisch ist. Das klingt doch recht vielversprechend. Dennoch ist es um Costra Rica vergleichsweise ruhig in den deutschen Medien, ab und zu schafft mal ein vierminütiger Beitrag über die örtliche Bananenernte den Weg in ein “Auslandsjournal” oder in einen “Weltspiegel”. Costa Rica steht für uns Europäer in direktem Zusammenhang mit den quietschgelben Früchten der Bananengewächsen, die schließlich im angestammten Supermarkt zur Auswahl stehen. Die Auswahl an
costaricanischen Webradios ist ebenso reich wie die Küsten des mittelamerikanischen Staats, das wird jedenfalls durch den Landesnamen (“Reiche Küste”) suggeriert.
Lebensfreunde und Spaß vermittelt der Sender 88 Stereo mit spanischem, temperamentvollem Pop. Was sich zunächst anhört wie die Speisekarte beim Mexikaner entpuppt sich als interessante Alternative zum europäischen Einheitsklang, obgleich auch gelegentlich Titel aus den US-Charts in die Playlist rutschen. Dennoch ein Programm das sich hören lassen kann, nicht zuletzt auch wegen des gut klingenden Audiostreams. Für den Real-Player, Winamp und Windows Media strömen 96 kbps in -richtig geraten- Sterophonie. Angesichts des Stationsnamen wäre Mono auch irgendwie peinlich gewesen. http://www.radioenlinea.com:8556/listen.pls ist die Streaming-URL.
Bildquelle: Bruce Thomson, veröffentlicht bei Wikimedia Commons unter ShareAlike.
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