Iran: „Objektive Wahlberichterstattung aus Washington“

Der 12. Juni 2009 ist ein wichtiges Datum für alle Bürger des Iran: Präsidentenwahl. Um die Iraner mit Informationen und Hintergründen zu den Kandidaten und den Rahmenbedingungen dieses Ereignisses zu informieren setzt die Stimme Amerikas nicht mehr nur auf Radiosendungen via Kurz- und Mittelwelle oder das Internet, sondern verstärkt auf Satellitenrundfunk.

Satellitenschüsseln der Stimme Amerikas. Foto: VoA
Satellitenschüsseln der Stimme Amerikas. Foto: VoA

Das „Persian News Network“, kurz PNN, ist ab sofort zusätzlich auf den Satelliten Arabsat Badr-4 und Eutelsat HotBird zu sehen und zu hören. Letzterer Satellit kann auch in Mitteleuropa auf der Position 13° Ost empfangen werden. Die Aufschaltung wird in Washington mit iranischen Störsendern gegen die konventionellen Verbreitungswege begründet. Satellitenrundfunk sei im Iran zwar offiziell verboten, werde aber -sogar in abgeschiedenen Ortschaften- zur Information und Unterhaltung eingesetzt. Erste Reaktionen seien bereits positiv, berichtet die VoA in einer Pressemitteilung.

Für Alex Belinda, den Direktor des PNN, ist der Iran eine „der wichtigesten Nationen, für die wir senden. Unsere Aufgabe ist die Verbreitung von objektiven und ausgewogenen Informationen, sodass sich jeder seine eigene Meinung über die Wahl bilden kann“. In täglich sieben Stunden Fernsehen und fünf Sendestunden Hörfunk bringt der US-Amerikanische Auslandsdienst Berichte über den Wahlkampf von vier Präsidentschaftskandidaten. Nach Angaben der Voice of America schaltet schon jetzt einer unter vier Iranern eine Sendung des PNN pro Woche ein. Zusätzlich zur terrestrischen Verbreitung und zur Satellitensendung sind die Programme im Internet abrufbar. Die Adresse lautet http://www.voanews.com/persian/.

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